Siedlungsbau steuern, Natur erhalten und Umwelt schützen. E-Mail-Kontakt zum Verein: lebenswertes-ahrensfelde@gmx.de
Seminar: Biologisches Düngen und Pflanzenschutz
Anmeldung erwünscht: Simone Ulrich - 0172-3862698
Weihnachtskranzbasteln mit der Landmarie
Wir freuen uns sehr, dass uns die Landmarie aus Werneuchen
dabei unterstützt. Alle, die mitmachen, können ihren individuellen Weihnachtskranz basteln, nebenbei nette Nachbarn kennenlernen und in geselliger Runde Glühwein und Kekse genießen.
Wer in Zukunft keine Veranstaltung unseres Vereins verpassen will, kann uns eine E-Mail schreiben, um in den Verteiler aufgenommen zu werden.
Mail-Kontakt: lebenswertes-ahrensfelde@gmx.de
Stellungnahme eines Vereinsmitglieds: Windkraftanlagen an Berliner Grenze zu Brandenburg
Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans für Windenergie (WKA) in Berlin an der Grenze zu Brandenburg, Gemeinde Ahrensfelde
Unser Vereinsmitglied Sven Richter hat im Sinne des Vereins folgende Stellungnahme verfasst und eingereicht.
©Pixabay
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Einwohner der Gemeinde Ahrenfelde bin ich gegen die Aufstellung von Windkraftanlagen (WKA) an der Landesgrenze zu Brandenburg.
1. Hiermit beziehe ich mich auf die Einhaltung der Mindestabstände zu Wohngebieten - die 1000 Meter, die in Brandenburg gelten, dürfen an der Grenze zu Berlin (dort sind es nur 500 Meter) nicht enden.
2. In der Nähe des Punktes 3b soll in Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE ein Habitat für gefährdete Tiere entstehen. Dieses Habitat liegt auf der Seite von Ahrensfelde. Diese Fläche wurde seitens der Landwirtschaftsflächenbesitzer als Ausgleichsfläche freigegeben, weil die HOWOGE in Berlin Wohnraum baut.
3. Windkrafträder verursachen Lärm und Schattenbildung, die die Umwelt negativ beeinflussen und Lebewesen stören. Zudem würden umliegende Ackerflächen und das Habitat mit Mikroplastik (bis zu 29 kg pro Jahr) durch den Abrieb der Rotorblätter verseucht. Erträge aus Landwirtschaft zur Nahrungsgewinnung gingen verloren.
4. Die Flächen für Berliner WKA an der Grenze zu Ahrensfelde würden sich im Gebiet der Freiluftschneise für den Berliner Norden befinden. Siehe Achsenentwicklungskonzept Ahrensfelde-Werneuchen.
5. Es besteht die Möglichkeit, dass das Grundwasser im Bereich von WKA weiter absinkt. Eine Prüfung über evtl. Auswirkungen auf das Grundwasser durch WKA-Fundamente sollte zwingend erfolgen.
6. Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass der Boden im Umkreis von ca. 3 km mit Schweröl verseucht wird, das bei WKA verwendet wird und austreten kann. Eine WKA - je nach Größe - verbraucht im Durchschnitt bis zu 600 Liter Mineralöl und rund 1000 Liter Kühlflüssigkeit pro Jahr. Öl tritt bereits bei kleinen Lecks aus.
7. Nach heutigem Kenntnisstand sind die Marktpreise für die Energiegewinnung durch WKA sowie die Kosten für die Errichtung/Wartung dieser nicht in Einklang mit dem Nutzen für Menschen, Natur/Umwelt und Ökonomie zu bringen.

Liebe Naturfreunde,
wir bedanken uns herzlich für das Interesse an unserer Wildkräutersammlung am 17. Mai 2025 im OT Ahrensfelde. Wir werden weitere Veranstaltungen dieser Art anbieten.
Bitte achten Sie auf unsere Infos auf der Website, in den Schaukästen der Gemeinde und im Amtsblatt.
Anmeldungen für unseren Newsletter gerne unter:
lebenswertes-ahrensfelde@gmx.de
Kräuterwanderung am 17. Mai 2025
Herzliche Einladung
zu unserer Veranstaltung im Monat
Mai.
Anmeldungen bitte telefonisch oder via E-Mail an: lebenswertes-ahrensfelde@gmx.de
Herzliche Grüße
Ihre
Naturfreunde
Arten-Quiz und Gummistiefel-Weitwurf
Unser Verein hat sehr gerne beim 30 Jahre-TSV Lindenberg-Jubiläumsfest am 14.9.2024 teilgenommen. An unserem Stand boten wir Gummistiefel-Weitwurf für Groß und Klein sowie ein Wissenstest in Form eines Arten-Quizes an.

Kleine Preise gab es für Jedermann und am Ende konnten sich diejenigen, die jeweils am weitesten geworfen hatten über ein Vogelhäuschen-Bausatz, Futterhäuschen inkl. Futter, Insektenhotels zum Selberbauen und ein Wald-Kartengesellschaftsspiel freuen. Danke an den TSV für die Einladung! Hier ein paar Impressionen:
Fotos: LGA
| v.l.n.r.: Sven Richter, Simone Ulrich (beide vom Verein) und Romy Mögel. |
Romy Mögel aus Eiche kreiert seit 15 Jahren individuelle Schultüten und hat eine Spendenaktion "250 Schultüten" ins Leben gerufen. Gerne hat sich unser Verein bereit erklärt, mit einer 200 Euro-Spende zu unterstützen, einkommensschwachen Familien und insbesondere den Kindern eine Freude zu machen.
Die Presse wurde auf die Aktion aufmerksam und griff das Thema auf. Hier nachzulesen: https://barnim-aktuell.de/lebenswerte-gemeinde-ahrensfelde-n-e-v-spendet-200-euro-fuer-aktion-250-schultueten-fuer-hilfsbeduerftige-kinder-in-brandenburg-und-berlin/
Einladung zum Fachvortrag:
"Pilze im Garten"
Freitag, 22. November 2024
Uhrzeit: 17 - 18.30 Uhr
Ort: Seniorenbegegnungsstätte im OTZ Ahrensfelde (hinterm Rathaus)
Dozentin: Veronika Wähnert (Pilzschule Brandenburg)
Eintritt: frei
In diesem Vortrag werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Facetten des pilzlichen Daseins in unseren Gärten, lüften das ein oder andere ihrer Geheimnisse und mehren das Verständnis für die Pilze. In der anschließenden Diskussion lassen sich individuelle Fragen klären und gerne mitgebrachte Pilze besprechen.
WICHTIG: Um Anmeldung wird bis zum 19.11.2024 gebeten. E-Mail: lebenswertes-ahrensfelde@gmx.de oder Telefon: 0172-3862698
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer, denn wie die Pilz-Expertin sagte, ist das ganze Jahr über Pilzzeit.
"Da hinten ist doch nix mehr los ..."
Ein Besuch am 01.März 2024 in Trappenfelde
bei Herrn Alexander Graf von Helldorff
Vor kurzem kontaktierte uns Herr Alexander Graf von Helldorff, um sich ein Bild von dem zu machen, für was sich der Verein und die Wählerschaft Bürger für Ahrensfelde engagiert und einsetzt. Und nach einem kurzen Gespräch stand schnell fest, wir sollten uns in Bälde verabreden und möchten uns näher kennenlernen. Dieses Treffen fand nun am 1.3.24 mit einigen Mitgliedern des Vereins und unserer Wahlgemeinschaft statt. Die lange Straße zum Treffpunkt führt an Feldern, Wiesen und Wäldern vorbei. Nach etlichen hundert Metern Fahrt, die Trappenfelder Straße entlang, steht Herr von Helldorff mit einer leuchtend orangeroten Jacke am Straßenrand und erwartet uns. Offen und sympathisch begrüßt uns der Mittvierziger und gelernte Fleischer. Seit 12 Jahren bewirtschaftet er hier 305 Hektar Land und besitzt 5 Pferde und 2 Hunde.
Er lädt uns auf einen Rundgang ein und empfiehlt, bei Besuchen im Wald hier in der Region, mit Gummistiefeln und geschlossener Kleidung zu spazieren, da die Gefahr von Zecken im Gebiet sehr groß ist, welche auch Borrelien übertragen.Wir folgen ihm mit großer Spannung, denn er beginnt sofort von der Geschichte und dem Besitz seines Landes zu erzählen. Er selbst wurde 1973 in Edmonton, Kanada geboren und wuchs später in Niedersachsen auf.
Sein Urgroßvater kaufte 1938 das Land und wurde 1944
hingerichtet, weil er am Putschversuch in der Wolfsschanze auf Adolf Hitler
beteiligt gewesen war. So wurde nach dem Krieg das Land enteignet und nach der
Wende 1990 erfolgte die Rückübertragung.1993 übernahm die Familie den
Betrieb wieder. Herr von Helldorff spricht
mit voller Begeisterung und viel Wissen über sein Anwesen. Das Land umfasst
740.000 Bäume. Ein Baum darf sich aber erst dann Baum nennen, wenn er eine Höhe
von 1,40 m und einen Durchmesser von 7 cm erreicht hat, lernen wir.Der Hauptwald, erzählt er
weiter, wurde 1938 gepflanzt. Ursprünglich war all dies hier Ackerland und es
ist immer noch ein sehr guter Boden.
Wir kommen an zerfallenen Gebäuden vorbei, die er uns als ehemalige Hauptstallanlage mit Käfighaltung erläutert. Nach und nach sortiert er die Ruinen in Stein, Metall und Schutt und hat bereits viele gute neue Ideen, mit denen er gleichgesinnte Mitbürger für die unterschiedlichsten Umsetzungen anstecken möchte.
Nach einigen Metern sehen wir einige umgestürzte große Bäume. Der letzte Sturm hat etliche der 100jährigen alten Eichen weggedrückt. Herr von Helldorff möchte einiges im Wald jedoch naturbelassen halten und nicht akribisch bereinigen oder aufräumen. So entstehen dadurch auch viele neue Lebensräume für die Tiere.
Wir erreichen eine große
Lichtung und unser Landbesitzer erläutert, dass man eigentlich einige Rehe hier
sehen müsste. Da aber kein Reh weit und breit in Sicht ist, weiß man, dass ein
Wolf derzeit durch die Wälder wandert und die Rehe sich daher verstecken. Die
Überreste einer Wolfsmahlzeit finden wir auch kurz darauf anhand von einigen
Rehknochen.
Auf jener großen Wiese, auf der wir uns gerade befinden, werden jährlich zwischen 20 und 30 Heuballen geerntet. Stolz erzählt Herr von Helldorff, dass auf chemisches Spritzen weitestgehend von ihm verzichtet wird. Sein Ziel ist es, weitflächig wieder zur bäuerlichen Landwirtschaft zurück zu finden.
Nach einer kleinen
Raucherpause, die Herr von Helldorff lachend damit ankündigt, seinen Bäumen
etwas CO2 zu spenden, da sie dieses dringend brauchen, um Sauerstoff zu
produzieren, erzählt er weiter von seinen Projekten und Vorhaben. Er sieht
dringenden Handlungsbedarf im Mitteilen von Wissen über Landwirtschaft, dem Verarbeiten von Fleisch, sowie dem Anpflanzen von Obst und Gemüse. Kinder und
Jugendliche müssen dringend wieder dahingehend angelernt werden und das Wissen
muss weitergegeben werden. Dem können wir uns nur alle einstimmig anschließen.
Er erzählt von Dänemark, deren Lehren hier als Vorreiter gelten, denn dort wird in den Schulen bereits unterrichtet, woher das Fleisch kommt, welches wir verzehren und wie es geschlachtet und zubereitet wird.
Herr von Helldorff hat bereits eigene kleine Projekte dahingehend ins Leben gerufen. Mehrmals jährlich lädt er zu einer Schulung ein, bei der Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene lernen können, wie man Bratwürste herstellt und wie man auch selber Brot backt.
Diese Workshops stoßen bei uns in der Gruppe auf große Begeisterung und wir sind uns einig, dass wir darauf noch ordentlich aufbauen können. Sofort entstehen weitere Ideen, die über Gemüseanbau, Hühner- und Bienenzucht ihre Wege finden. Ebenso ist sein Wald auch ein Paradies für Pilzliebhaber. Etliche schmackhafte Pilzarten, u.a. Braunkappen, sind hier zu finden und dürfen gern fachgerecht gesammelt werden.
Auf dem Rückweg kommen wir an
einigen Gräben vorbei. Herr von Helldorff wirkt nun aufgebracht, da immer
wieder Spaziergänger ihren Müll in die Gräben werfen oder abladen.
Uns kommt sofort eine Idee.
Gemeinschaftlich möchten wir einen Initiative „Wir halten unsere Natur sauber“
ins Leben rufen. Eine Müllsammelaktion, bei der groß und klein mithelfen kann
und welche die Nähe zur Natur und deren Wichtigkeit für Mensch und Tier, wieder
in den Vordergrund stellt.
Wir erreichen nach 3 Stunden den Ausgangspunkt unseres Treffpunktes an der Trappenfelder Straße 11 und Herr von Helldorff zeigt uns noch seinen Lagerboxen-und Garagenkomplex, welchen er auch noch weiter ausbauen möchte, da hier große Nachfrage besteht.
Unser Abschlussgespräch bei einem Feierabendbier und noch einer lustigen Anektdote über den Taxi-und Pizzafahrer, der nach ein paar hundert Metern hier raus, keine wohnenden Menschen mehr vermutet und mehr als oft umkehrt oder nachfragt mit der Aussage: „Da hinten ist doch nix mehr…“ lässt uns ins das ansteckende Lachen von Herrn Helldorff mit einfallen.
Unser Fazit dieses Treffens:
Ein landwirtschaftlicher Graf, mit dem man nicht nur Pferde stehlen kann,
sondern der auch absolut klar und verständlich auf Defizite hinweist und ganz
konkrete Pläne und Vorstellungen hat, wie wir den Weg wieder zur Landwirtschaft
und den wichtigen Dingen, die unsere Kinder im Leben lernen müssen,
zurückfinden können. Es ist uns einiges verloren gegangen, aber nicht so, dass
es für immer verloren ist. Wir können diese Dinge wieder zurückholen. Es liegt
allein an uns.
Wir bedanken uns von Herzen
bei Herrn von Helldorff für seine Zeit und freuen uns sehr auf einen gemeinsame
Zusammenarbeit mit vielen tollen Projekten!
Text & Fotos von Romy Mögel aus Eiche.
Seminar: Biologisches Düngen und Pflanzenschutz
Und wieder haben wir eininteressantes Thema für uns Naturliebhaber im Programm. Aus erster Hand einer Expertin erfahren wir alles Wissenwert...
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Der Lindenberger Investor Herr Winter beabsichtigt, auf einer ca. 80.000 m² großen Fläche in der Birkholzer Allee im Ortsteil Lindenberg ei...






